Fastenessen in Schondra: Heute schon die Welt verändert?

21.03.2018
Fastenessen mit über 40 Besuchern


Traditionell lädt der Pfarrgemeinderat in Schondra am 5. Fastensonntag (MISEREOR-Sonntag) zum Fastenessen ins Pfarrheim ein. In diesem Jahr hatte die Fastenaktion des Katholischen Hilfswerkes MISEREOR den Blick auf Indien gerichtet. Das Vorbereitungsteam mit Margot Metz, Matthias Vogler und Gerhard Schmitt hatten deshalb ein indisches Gericht zubereitet um auch kulinarisch den Blick in das fernöstliche Land zu richten. Als Fastenmenü gab es das traditionelle indische Gericht Bhuna (Indisches Hähnchen-Curry) mit Reis, dazu Raita (Gurken-Minze) und Naan (Indisches Fladenbrot). Als indischer Nachtisch wurde Bhapa Doi (Joghurt mit Mandel-blättchen und Mangosoße) gereicht.
Vor dem Fastenessen wies Gerhard Schmitt auf die schwierige Situation der indischen Familien in den Armenvierteln der Megastädte hin. Eine Infrastruktur mit sauberen Wasser, Abwasser und Strom ist oft nur unzureichend vorhanden. Auch eine geregelte Schulbildung für die Kinder, die in der Regel sieben Tage die Woche über acht Stunden arbeiten müssen, gibt es nicht. Daneben sind die Menschen in den Slums der Großstädte meist ohne rechtlichen Schutz. Gerhard Schmitt zeigte mit einem Film des Hilfswerkes MISEREOR, wie die einfachen Bauhütten der Armen oft den Bulldozern mächtiger Immobilienkonzerne weichen müssen.
Unterstützung kommt in dieser Situation von den Kirchen, insbesondere von den katholischen Ordensgemeinschaften. Ordensschwestern bauen Bildungsprojekte für Kinder auf und unterstützen die Menschen im Kampf für ihre Menschenrechte. Mit den Spenden zur MISEREOR-Fastenaktion werden solche Initiativen gefördert. Durch kleine Aktionen kann die Welt so ein wenig gerechter gestaltet werden. Deshalb lautete das Motto der Hilfsaktion MISEREOR auch in diesem Jahr. "Heute schon die Welt verändert?" - Eine Frage auch an uns in Schondra, Oberleichtersbach und überall in Deutschland!

 

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Fastenessen 2018 (21.03.2018)