+++  Erstkommunion in Schönderling  +++     
     +++  Erstkommunion in Schondra  +++     
     +++  MARKTGEMEINDERAT: Sitzung vom 8. September  +++     
 

Schondra

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Die Marktgemeinde Schondra ist einer der Zentralorte der Bad Brückenauer Rhön. Sie liegt auf einer Hochterrasse südlich des Flusses Sinn, der sich von Nordosten nach Südwesten tief in die südlichen Berge der Rhön eingegraben hat. Schondra liegt am gleichnamigen Fluss. Dieser schlängelt sich in romantischem Lauf nach Süden und mündet zwischen Hammelburg und Gemünden in die Fränkische Saale. Der Flurname "Alte Straße" weist darauf hin, dass eine alte Nord-Süd-Verbindung hier verlief. Diese Straße kam von Fulda über Römershag, ging an Schildeck und an dem Berg Mettermich, einer Fliehburg der Kelten, vorbei zu dem Ort Schondra.

 

Er führte weiter nach Thulba, dann bei Euerdorf ins Saaletal und bei Schweinfurt ins Maintal.
Im Jahre 812 wird Schondra erstmals urkundlich erwähnt. Von diesem Jahr bis 956 gehen zehn Schenkungen von Besitzungen in diesem Ort an das Kloster Fulda. Wenn auch einzelne Güter an Adlige und an das Kloster Thulba zinspflichtig waren, das weltliche Recht hatte die Abtei Fulda inne. Weil das kirchliche Recht lange Zeit bei Würzburg war - so hatte das dortige Domkapitel z. B. 1416 das Besetzungsrecht der Pfarrei -gab es in Schondra ständig Spannungen zwischen diesen Polen, bis Fulda - nach einem Vertrag von 1722 - im Jahre 1752 selbst Bistum wurde. Die Kompetenzschwierigkeiten wurden im gegenseitigem Einvernehmen beigelegt.


Im Verlauf der Festlegung eines Schildeckschen Burgfriedens wird 1425/1426 das Dorfgericht und eine Dorfordnung von Schondra erwähnt. Im Jahre 1656 wird der erste Schultheiß genannt; von da an sind die Ortsvorsteher vollständig erfasst. Die ersten Nachrichten über das Marktrecht stammen aus dem Jahre 1676; Termine waren Matthias (24.2.), Walburg (1. 5.), Lorenz (10.8.) und Burkard (14.10.). Ein Lehrer wird erstmals 1595 erwähnt.


Heute sind die Schulen der Großgemeinden Schondra und Oberleichtersbach zusammengeschlossen. Ein modernes Sportzentrum bei der Schule von Schondra wurde am 17. Juli 1992 eingeweiht. Vom 18. Jh. an werden viele Handwerker genannt. Diese handwerkliche Tradition hat sich bis heute fortgesetzt. Für größere Betriebe entstanden in den letzten Jahren Industriegebiete im Märzgrund und bei Schildeck; die ersten Betriebe be- zogen ihre Neubauten im Jahre 1992. Auch neue Wohngebiete wurden in den vergangenen Jahren erschlossen. So entwickelt sich Schondra mit seiner unmittelbaren Anschlussstelle zur Autobahn Würzburg-Kassel zur Zeit zu einem Industriezentrum der Südrhön.